Ernährungsmedizin aktuell – Neues aus Forschung und Praxis
Online-Seminarreihe
Das Fortbildungsformat „Ernährungsmedizin aktuell – Neues aus Forschung und Praxis“ wird seit 2025 in Zusammenarbeit mit der DGEM e.V. veranstaltet und richtet sich neben Medizinerinnen und Medizinern an Medizinstudierende, Ernährungsfachkräfte und Fachkräfte, sowie Auszubildende aus anderweitigen Gesundheitsberufen.
Die Seminarreihe hat zum Ziel, aktuelle neue Erkenntnisse aus der Ernährungsmedizin in kompakter Form weiterzugeben und für alle interessierten Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen zugänglich zu machen. Diese Seminare finden online und im 90-minütigen Format (60 min Vortrag und 30 min Diskussion) statt.
Programmflyer Januar – Juni 2026 zum Download (pdf)
Programmflyer Juli – Dezember 2026 zum Download (pdf)
September bis Dezember 2026
Wechseljahre im Fokus: Osteoporose verstehen und vorbeugen
Über den Vortrag und die Referentin:
Die Wechseljahre markieren einen hormonellen Wendepunkt – mit weitreichenden Folgen für den Knochenstoffwechsel. Durch den Rückgang der Östrogenproduktion steigt das Osteoporoserisiko deutlich; rund 40 % aller postmenopausalen Frauen sind betroffen.
Dr. rer. physiol. Bettina Jagemann erläutert die physiologischen Hintergründe der Knochenveränderungen und stellt evidenzbasierte Präventionsstrategien vor. Im Fokus stehen unter anderem die Bedeutung von Bewegung, ein gesundes Körpergewicht sowie eine ausreichende Calcium- und Vitamin-D-Versorgung.
Eine fundierte Fortbildung für alle, die Frauen in den Wechseljahren ernährungsmedizinisch kompetent begleiten möchten.
21.10.2026 um 19.30 – 21.00 Uhr
Dr. rer. physiol. Bettina Jagemann, Ökotrophologin, Wedel
Gicht 2026: Alte Krankheit, neue Therapien - und die Rolle der Ernährung
Über den Vortrag und die Referentin:
Gicht ist längst keine „Wohlstandskrankheit“ mehr, sondern ein relevanter Risikofaktor für kardiovaskuläre Ereignisse und Multimorbidität. Persistierende Hyperurikämie, unzureichend behandelte Schubanfälle und Begleiterkrankungen wie Adipositas und metabolisches Syndrom erfordern ein strukturiertes Management über den akuten Anfall hinaus. Frühzeitige Diagnostik, konsequente Harnsäuresenkung, patientenorientierte Aufklärung und interdisziplinäre Betreuung sind entscheidend, um Gelenkdestruktion und Langzeitkomplikationen zu verhindern.
Dr. Nora Bartholomä, Fachärztin für Innere Medizin und Rheumatologie mit Zusatzbezeichnung Ernährungsmedizin an der Universitätsklinik Freiburg, verbindet aktuelle medikamentöse Therapiekonzepte mit evidenzbasierter Ernährungstherapie.
Eine praxisorientierte Fortbildung für Ernährungsfachkräfte und Mediziner:innen, die Patient:innen mit Gicht leitliniengerecht und ganzheitlich begleiten möchten.
18.11.2026 um 19.30 – 21.00 Uhr
Dr. med. Nora Bartholomä, Fachärztin für Innere Medizin Schwerpunkt Rheumatologie, Funktionsoberärztin, Freiburg
Nahrungsergänzungsmittel - hilfreich, sinnlos oder gefährlich?
Über den Vortrag & über den Referenten:
Nahrunsgergänzungsmittel boomen – doch was ist evidenzbasiert sinnvoll, was überflüssig und wo bestehen Risiken? Zwischen Marketingversprechen und Studienlage klafft häufig eine erhebliche Lücke. Prof. Dr. Martin Smollich, Institut für Ernährungsmedizin am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, beleuchtet anhand aktueller Daten Wirksamkeit, Dosierung und potenzielle Nebenwirkungen ausgewählter Präparate. Im Fokus stehen regulatorische Besonderheiten, typische Fehlannahmen sowie konkrete Anwendungsbeispiele aus Kardiologie, Onkologie, Schwangerschaft, Sport und Arzneimitteltherapie.
Eine differenzierte Fortbildung für Fachkräfte, die Nahrungsergänzungsmittel kritisch bewerten und fundiert beraten möchten.
09.12.2026 um 19.30 – 21.00 Uhr
Prof. Dr. rer. nat. Martin Smollich, Arbeitsgruppenleiter Pharmakonutrition Univesitätsklinikum Schleswig-Holstein, Lübeck
Januar bis Juni 2027
Ernährung und psychische Gesundheit – Ernährung neu gedacht: Barrierefreie Ernährungsinterventionen für Menschen mit psychischen Erkrankungen
Über den Vortrag & über den Referenten:
Menschen mit psychischen Erkrankungen tragen ein deutlich erhöhtes Risiko für Begleiterkrankungen wie Adipositas, Diabetes oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Folgen reichen weit über die körperliche Gesundheit hinaus und beeinflussen Wohlbefinden, Lebensqualität und Lebenserwartung. Gleichzeitig zeigen aktuelle Erkenntnisse aus Ernährungs- und Lebensstilmedizin: gezielte Interventionen können Recovery, psychisches Wohlbefinden und Lebensqualität fördern und zugleich das Risiko körperlicher Komorbiditäten reduzieren. Ernährung ist damit weit mehr als ein Risikofaktor. Sie kann eine wichtige Ressource im Genesungsprozess sein. Diese praxisorientierte Fortbildung beleuchtet die Rolle von Ernährung und Lebensstil an der Schnittstelle von psychischer und körperlicher Gesundheit. Sie erhalten einen Überblick über die aktuelle Evidenz und konkrete Impulse für die Versorgungspraxis: Welche Bedeutung hat Ernährung für Recovery und psychische Gesundheit? Wie lassen sich ernährungsbezogene Probleme und Komorbiditäten frühzeitig erkennen und ansprechen? Und welche konkreten Schritte lassen sich auch unter den Bedingungen des Praxisalltags umsetzen?
20.01.2027 um 19.30 – 21.00 Uhr
Prof. Dr. Annabel Müller-Stierlin, Ulm
Ernährung bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen – aktuelle Empfehlungen für die Praxis
24.02.2027 um 19.30 – 21.00 Uhr
Amelie Kahl, B.Sc. Diätetik, Berlin
Adipositastherapie im Wandel – von der konservativen Therapie über Abnehmspritze und bariatrische Endoskopie bis zur Chirurgie
Über den Vortrag & über den Referenten:
Die Therapie der Adipositas befindet sich im Umbruch: Neue medikamentöse Optionen erweitern die Behandlungsmöglichkeiten und verändern den Stellenwert etablierter Verfahren. Doch welche Therapie eignet sich für wen? Welche Rolle spielt die bariatrische Endoskopie und die metabolisch-bariatrische Chirurgie – und wie wichtig sind Ernährungsmedizin sowie eine strukturierte Vor- und Nachsorge?
Der Vortrag gibt einen praxisnahen Überblick über aktuelle Entwicklungen und beleuchtet Chancen, Grenzen und das Zusammenspiel der verschiedenen Therapieansätze.
Prof. Dr. med. Thomas Horbach ist Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie sowie Ernährungsmediziner. Am Viszera Chirurgie-Zentrum München beschäftigt er sich insbesondere mit der operativen Behandlung der Adipositas und metabolischer Erkrankungen. Durch seine langjährige Erfahrung verbindet er chirurgische Expertise mit einem interdisziplinären Blick auf die moderne Therapie.
17.03.2027 um 19.30 – 21.00 Uhr
Prof. Dr. med. Thomas Horbach, München
Leichte Sprache und barrierefreie Kommunikation in der Ernährungsmedizin – Verstehen. Entscheiden. Teilhaben
28.04.2027 um 19.30 – 21.00 Uhr
Dipl. oec. troph. Margarete Nowag, Hamburg
Ernährung und Hautgesundheit – was ist wissenschaftlich belegt?
12.05.2027 um 19.30 – 21.00 Uhr
Dr. rer. medic. Imke Reese, München
Pflanzenbasierte Ernährung bei Kindern – Chancen, Herausforderungen und praktische Umsetzung
23.06.2027 um 19.30 – 21.00 Uhr
Dr. med. Nibras Naami, Düsseldorf
Allgemeines
Wir wollen mit dieser Seminarreihe gerne alle Berufsgruppen innerhalb der Ernährungsmedizin ansprechen. Als Referierende treten sowohl Ernährungsmedizinerinnen und -mediziner als auch Ernährungsfachkräfte auf.
Es werden bei der Landesärztekammer Fortbildungspunkte beantragt, Fortbildungspunkte können auch bei E-Zert und den Gesellschaften VDD, VFED und VDOE eingereicht werden.
Die Veranstaltung findet ohne industrielles Sponsoring statt und trägt sich ausschließlich aus den Teilnahmegebühren.
Weitere Informationen
Kurszeiten
| Wochentag | Zeitraum |
|---|---|
| Mittwoch | 19:30 - 21:00 Uhr |
Die Kursanmeldung schließt einen Tag vor Kursbeginn.
Kursgebühren
€ 15,00
Die Teilnahme ist für Mitarbeitende der nutriZert-zertifizierten Einrichtungen sowie für Studierende kostenlos.
Fortbildungspunkte
Es werden bei der Landesärztekammer zwei Fortbildungspunkte beantragt.
Für die E-Zert Zertifizierung wird 1 Fortbildungspunkt anerkannt.
Downloads
AGBs (pdf)


