Der besondere
Fall: Thema "Nahrungsmittelallergien und
Hauterkrankungen"
Patientendaten: Name:
B. Alter: 11 Jahre Geschlecht: Männlich Hintergrund:
Telefonische Kontaktaufnahme durch die Mutter (selbst Fachärztin
für Gastroenterologie). Die bisherige Anamnese und
ernährungstherapeutische Beratung erfolgten telefonisch.
Anamnese/Fallbeschreibung: Im
4. Lebensmonat Entwicklung einer ausgeprägten Atopische Dermatitis
(AD). Auf Anraten des Kinderarztes testweise Milcheiweißkarenz
durch die stillende Mutter. Das habe zu einer Besserung des
Hautbildes geführt. Auf Verzehrsfehler bzw. später Versuche eines
Kostaufbaus mit Milchprodukten folgten laut der Aussage der Mutter
Hautverschlechterungen. Im 6. Lebensmonat Umstellung von
Muttermilch auf eine Therapienahrung (extensiv hydolysierte Formula)
sowie Start eines milcheiweißfreien Beikostaufbaus. Eine
serologische Allergiediagnostik ergab ein normwertiges Gesamt-IgE,
kein Nachweis spez. IgE’s gegen Kuhmilch. Nach Vollendung des 1.
Lebensjahrs in Absprache mit dem Kinderarzt schrittweise Einführung
von Kuhmilch im häuslichen Umfeld, beginnend mit ¼ TL über 7 Tage
und einer Verdopplung der Menge in der Folgewoche. Auf diese Weise
sei im Wochenrhythmus eine Mengensteigerung bis ca. 25 ml möglich
gewesen: Bei weiterer Steigerung sei es allerdings zu einer erneuten
Ekzem-Exazerbation gekommen. Deshalb auf Anraten des Kinderarztes
strenge Milcheiweiß-Karenz für weitere 12 Monate. Lesen
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Wissenshäppchen: Erkenntnisse
aus dem EMA-Seminar „Neue S3-Leitlinie Klinische Ernährung in der
Onkologie“
Neue S3-Leitlinie „Klinische Ernährung in der Onkologie“
– Ernährung frühzeitig und evidenzbasiert in die Tumortherapie
integrieren Mangelernährung gehört zu den häufigsten
Begleiterkrankungen onkologischer Patient:innen und beeinflusst den
gesamten Therapieverlauf. Sie erhöht das Risiko für Komplikationen,
verringert die Verträglichkeit onkologischer Therapien und geht mit
einer reduzierten Lebensqualität sowie ungünstigeren
Behandlungsergebnissen einher. Mit der neuen S3-Leitlinie „Klinische
Ernährung in der Onkologie“ liegt erstmals eine umfassend
aktualisierte Handlungsempfehlung im Leitlinienprogramm Onkologie
vor. Im EMA-Seminar stellten Dr. Melanie Ferschke und Dipl. oec.
troph. Ingeborg Rötzer die wichtigsten Inhalte der Leitlinie vor und
zeigten anhand klinischer Beispiele, wie sich diese Empfehlungen in
die tägliche Versorgung integrieren lassen. Mehr
im Blog-Beitrag
Wissenshäppchen: Erkenntnisse aus dem EMA-Seminar „Wieso tut
mein Patient nicht, was ich sage?“ – Ernährungskommunikation neu
gedacht
Warum scheitern Ernährungsempfehlungen so häufig an der Umsetzung
– obwohl Patient:innen meist genau wissen, was gesund wäre? Im
EMA-Seminar zeigte Ernährungswissenschaftler Frédéric Letzner, dass
fehlendes Wissen nur selten das eigentliche Problem ist.
Entscheidend ist vielmehr die sogenannte Intentions-Handlungs-Lücke:
Zwischen dem Vorsatz, sich gesünder zu ernähren, und dem
tatsächlichen Verhalten liegen häufig psychologische Prozesse, die
in der klassischen Ernährungsberatung bislang zu wenig
berücksichtigt werden.
Warum Wissen allein nicht
ausreicht
Gesunde Ernährung wird von vielen Menschen
unbewusst mit Verzicht, Disziplin und Einschränkung verbunden.
Empfehlungen, Regeln oder Verbote können deshalb Widerstand und
Reaktanz auslösen – also den Impuls, sich gerade nicht an Vorgaben
zu halten. Hinzu kommt, dass Essverhalten nur begrenzt rational
gesteuert wird. Emotionen, Gewohnheiten und unbewusste Prozesse
beeinflussen alltägliche Entscheidungen häufig stärker als
Ernährungsempfehlungen oder reine Wissensvermittlung. Mehr
im Blog-Beitrag
Zwei Jahre nutriZert: Qualität sichtbar machen – für eine starke
Ernährungsmedizin
Seit 2024 hat sich nutriZert als bundesweites
Qualitätssiegel für Ernährungsmedizin etabliert: Bereits über 100
Kliniken, Klinikabteilungen sowie ernährungsmedizinische und
ernährungstherapeutische Praxen sind bereits zertifiziert. Das
von der DAEM und der DGEM ins Leben gerufene Zertifizierungssystem
macht qualitätsgesicherte Ernährungsmedizin sichtbar und bietet
Patientinnen und Patienten Orientierung bei der Suche nach
entsprechend qualifizierten Einrichtungen. Denn Ernährungsmedizin
und Ernährungstherapie leisten einen wichtigen Beitrag zum
Behandlungserfolg. Zertifizieren lassen können sich Kliniken,
Klinikabteilungen, ernährungsmedizinische Schwerpunktpraxen und
inzwischen auch ernährungstherapeutische Praxen. Dabei werden
objektive Kriterien wie z.B. Qualifikation des Personals,
interdisziplinärer Zusammenarbeit, Qualitätsmanagement und
evidenzbasierte, leitlinienkonforme Versorgung und Fort- und
Weiterbildung der Teammitglieder herangezogen. Neben mehr
Sichtbarkeit profitieren zertifizierte Einrichtungen von der
Möglichkeit einer bundesweiten Vernetzung.
Erfahren Sie am 21.09. und
03.11.2026, jeweils um 17:30 Uhr
in unseren kostenfreien Online-Infoseminaren mehr
über nutriZert! Spontane Teilnahme über den folgenden
Einwahllink möglich: https://teams.microsoft.com/meet/364429556123450?p=6Gjbxxj76Qug5CavXs
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